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Problem mit den Kühler

Mr_Wolf

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Unterföhring
Modell
  1. F800GS
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2009
Vorneweg: Ich frage das auch in anderen Foren an. Bitte nicht böse sein, aber ich bin auf der Suche nach Schwarmwissen.

Zum Problem:
Mir ist meine Karre 2009 F800GS in den Pyrenäen umgekippt - und zwar genau so, dass sie mit dem Bullseye, also dem BMW-Logo auf der rechten Seite auf einen Felsbrocken geknallt ist. Und hinter diesem Logo liegt nun mal leider genau der Hals vom Kühler, der deswegen halb durchgebrochen ist...
Das Ganze haben wir mit viel Powerknete, Dirko und Kabelbindern wieder dicht bekommen, aber Druck hält diese Reparatur wohl eher nicht aus. Deswegen habe ich das System nun auch auf ein druckloses Kühlsystem "umgestellt", indem ich die Dichtung von dem Druckstempel im Verschlussdeckel des Kühlers entfernt habe. Sie läuft damit stabil bei 80-85°C, selbst bei 30 Grad Außentemperatur. Klar ist aber auch, dass ich sie jetzt nicht mehr an die 100°C ranbringen darf, also gerade Stadtverkehr wird wohl kritisch.

Habt Ihr noch irgendwelche anderen Ideen, was ich machen könnte, um die restlichen ca. 1000km bis nach Hause gut zu überstehen?
Gibt es Bedenken bzgl. dem Betrieb als druckloses Kühlsystem?
Seht Ihr das kritisch, dass sie jetzt noch einige Tage und 1000km "nur" mit destilliertem Wasser statt Kühlerflüssigkeit fahre? In Frost werde ich sicher nicht kommen, aber Kühlerflüssigkeit werden ja auch Korrosionschutz und Schmierwirkung zugesprochen.

Danke Euch.
 
Regelmäßig den Kühlmittelstand kontrollieren reicht. Wenn da erhebliche Mengen "drübergehen", wirst du das merken. Und normales Wasser reicht aus, wird ja zuhause eh getauscht.
 
Seht Ihr das kritisch, dass sie jetzt noch einige Tage und 1000km "nur" mit destilliertem Wasser statt Kühlerflüssigkeit fahre? In Frost werde ich sicher nicht kommen, aber Kühlerflüssigkeit werden ja auch Korrosionschutz und Schmierwirkung zugesprochen.
Als Provisorium für einige Tage sehe ich das als vertretbar an. Wobei das Wasser nicht destilliert sein muss - die BMW-Anleitung sieht ja auch nur Leitungswasser vor.
Druck hält diese Reparatur wohl eher nicht aus.
Die Einschätzung muss ich Dir überlassen.
Ideen, was ich machen könnte, um die restlichen ca. 1000km bis nach Hause gut zu überstehen?
Druck im geschlossenen Systen entsteht ja vor allem dann, wenn der Siedepunkt überschritten wird. Der ist bei der richtigen Kühlflüssigkeit etwas höher als bei normalem Wasser (105 °C habe ich mal gelesen), was dafür spricht, doch nicht nur Wasser aufzufüllen, wenn möglich, um mehr Reserve zu haben. Punkt wie Frostschutz, Schmierwirkung u. ä, halte für die kurze Zeit für unerheblich.
Stadtverkehr wird wohl kritisch.
Nicht nur der, erfahrungsgemäß kann bei heißem Wetter auch schon ein Stop nach einer für den Motor anstengenden Fahrt (schnell, bergauf) reichen, um die Temperatur signifikant ansteigen zu lassen, sodass der Lüfter läuft. D. h.: eher zurückhaltend fahren.
Ebenfalls ungünstig sind größere Höhen, weil der Siedepunkt wegen des verringerten Drucks sinkt.
Es könnte sich also aus mehreren Gründen empfehlen, zumindest bei erhöhter Umgebungstemperatur Passtraßen zu meiden und talwärts nach Hause zu streben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke Euch!
Wasser verliere ich wirklich gar keines. Soweit scheint alles dicht zu sein.
Solange ich 40kmh+ fahren kann ist alles gut. Die Temp bleibt dann gut im tiefen 80er Bereich, auch Bergauf-Passagen sind gar kein Problem. Die TET-Strecke heute war aber unvernünftig. Musste mehrere male anhalten, weil sie über 90 Grad gegangen ist. Abseits der Straße ist für mich jetzt definitiv vorbei...
Der Punkt mit der niedrigeren Siedetemp in größeren Höhen ist valide. Das werde ich also vermeiden.
 
Musste mehrere male anhalten, weil sie über 90 Grad gegangen ist
Ich habe schon mal gelesen, dass Leute den Lüfter zum Dauerlauf bewegt haben, um die Kühlung zumindest vermeintlich zu verbessern. Normalerweise ist das Unsinn, weil der Motorenhersteller die Schaltschwellen schon sinnvoll gesetzt haben sollte, wenn aber - wie in diesem Fall - die Kühlwassertemperatur künstlich niedriger als normal gehalten werden soll, wäre sowas vielleicht eine Alternative.

Mit einem Diagnosegerät kann man den Lüfter unabhängig von der gemessenen Temperatur einschalten, was natürlich für Testzwecke gedacht ist. Ich habe sowas aber nur im Stand ausprobiert und weiß daher nicht, ob das so funktionieren würde, kann es jetzt ohne F800GS nicht mehr testen. Vor allem müsste man die nötige Ausrüstung vor Ort parat haben. Ansonsten kann man natürlich den Lüfter umverkabeln, wozu man unterwegs die Unterstützung einer Werkstatt haben müsste.
 
Ja, das hab ich mir auch schon überlegt, das Kabel vom Lüfter abzuziehen und mit einem Extraschalter zu verbinden, so dass ich den Lüfter manuell bei Bedarf einschalten kann.
Solange es aber auch ohne derartige OP geht, lasse ich es erst mal so.
 
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