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Ölattacken in der Nordeifel

Jürgen meinte sicher Beitreten als Förderer.
Genau... Oder selber im Weissen Ring aktiv tätig werden. :)
Ich meine, bevor ich ein System anprangere, schaue ich, was ich selbst dagegen tun kann um diese Missstände zu verändern, schließlich kann jeder etwas zur Veränderung beitragen... Selbst wenn es nur wenig ist...
Der weiße Ring unterstützt Gewaltopfer, auch ohne dass diese beigetreten sind. Habe ich selbst sehr großzügig erfahren.
Freut mich sehr, liebe Orca, dass Du im Weissen Ring Unterstützung finden konntest! Was mich allerdings nicht erfreut, dass es ein Ereignis in Deinem Leben gab, das diese Unterstützung in notwendig gemacht hatte... :(

Liebe Grüße,
Jürgen
 
Mag ja sein, aber mir ist es letztendlich egal welchen Geisteszustand der Täter hatte wegen dem ich
bestenfalls querschnittsgelähmt sein sollte .......

sicher sollte nur sein, dass er diese Taten nicht wiederholen kann..................

Natürlich ist es immer schlimm, wenn etwas passiert und vor allem mit nachhaltigen Folgen. Auch die Wut ist dann nur zu verständlich. Das will ich hier in keiner Weise in Abrede stellen (!).

Und doch hat es auch seinen Sinn, dass wir, bevor wir als Gesellschaft jemanden bestrafen, auch danach fragen, ob der-/diejenige schuldfähig war, d. h. überhaupt die Bedeutung seines/ihres Verhaltens erfassen und entsprechend der Einsicht handeln konnte. Stell Dir einfach mal vor, ein Kleinkind krabbelt über die Straße und Du fährst deshalb gegen den nächsten Baum und hast entsprechende Verletzungen. Willst Du dann das Kleinkind für den Rest seines Lebens hinter Gitter sperren? Da ist es eindeutig, dass das Kleinkind eben noch nicht schuldfähig sein kann. Es gibt aber eben auch Gründe, warum das auch bei Erwachsenen so sein kann. Und ich wünsche wirklich niemandem, dass bei ihm/ihr je solche Gründe in der Person gegeben sind. Das ist nämlich auch keine wirkliche Lebensfreude mehr.

Natürlich verstehe ich auch den Wunsch nach Sicherheit davor, dass sich derlei nicht wiederholt. Wünsche ich mir selber sicher auch. Und doch auch hier: Das Leben ist nun einmal nicht sicher. Klar könnten wir überlegen, alle, die schon mal etwas falsch gemacht haben, dann doch am besten komplett und für immer wegzusperren. Fragt sich natürlich, wo wir da anfangen: z.B. bei zu schnellem Fahren? Überholen im Überholverbot? Rote Ampel überfahren? Zebrastreifen missachtet? Alles nicht ungefährlich, oder?
So schön der Gedanke sein mag, alles wäre sicher; ich persönlich bin dann letztlich doch froh, dass Sicherheit (noch) nicht unser oberstes gesellschaftliches Gebot ist. Absolute Sicherheit wäre ohnehin eine Illusion, denn letztlich ist nichts im Leben sicher - außer dass es mit dem Tod endet.
 
Ehrlich gesagt: Ich trau der Sache nicht so ganz. Mit scheint eher, dass hier ein "geistig minderbemittelter" eine Tat zugibt, nur um im Rampenlicht zu stehen (falsches Geltungsbedürfnis) oder weil er die Befragungen schnellst möglich hinter sich bringen wollte - wäre nicht das erste mal.
Auch steht da ja, dass die Ermittlungen weiter laufen. Also mal abwarten, was da noch kommt.
 
Natürlich verstehe ich auch den Wunsch nach Sicherheit davor, dass sich derlei nicht wiederholt. Wünsche ich mir selber sicher auch. Und doch auch hier: Das Leben ist nun einmal nicht sicher.

Also, irgendwie versteh ich dich jetzt nicht ...... Wieso vergleichst du Birnen mit Äpfel ?? Die allgemeine Gefährdungshaftung besteht ja sowie, insoweit richtig wenn es sich dabei um Kinder und Kleinkinder handelt; auf diese Gefahren kann man sich in gewisser Weise auch einstellen. Aber heimtückische Ölanschläge an unerwartenen Stellen stellen da doch wohl ein anderes Kaliber dar. Und was ist an meinem Wunsch der "Nichtwiederholung" frevelhaft oder anmassend??? Wenn jemand aus Gründen der Unzurechnungsfähigkeit solche Taten begeht, dann aber bitte medizinisch behandeln bis keine Wiederholung zu erwarten ist. Das ist man der Allgeinheit wohl schuldig:NoPlan:
 
Um wirklich sicher zu sein, dass der Täter das nicht mehr macht würde wohl nur die Todesstrafe helfen, oder? :cool:
 
Also, irgendwie versteh ich dich jetzt nicht ...... Wieso vergleichst du Birnen mit Äpfel ?? Die allgemeine Gefährdungshaftung besteht ja sowie, insoweit richtig wenn es sich dabei um Kinder und Kleinkinder handelt; auf diese Gefahren kann man sich in gewisser Weise auch einstellen. Aber heimtückische Ölanschläge an unerwartenen Stellen stellen da doch wohl ein anderes Kaliber dar. Und was ist an meinem Wunsch der "Nichtwiederholung" frevelhaft oder anmassend??? Wenn jemand aus Gründen der Unzurechnungsfähigkeit solche Taten begeht, dann aber bitte medizinisch behandeln bis keine Wiederholung zu erwarten ist. Das ist man der Allgeinheit wohl schuldig:NoPlan:

Nichts ist "frevelhaft oder anmassend"; der Wunsch ist nur zu verständlich. Nur sind wir halt als Menschen keine Maschinen und "medizinisch behandeln bis keine Wiederholung zu erwarten ist" geht eben nicht mal eben so einfach, wie man an einer Maschine ein paar Schrauben nachzieht. Menschen sind Menschen, unvollkommen und nicht perfekt, auch wenn man sich das vielleicht manchmal anders wünscht.

Mit Gefährdungshaftung hat das übrigens letztlich nichts zu tun. Die ist (ursprünglich übrigens, was die Betriebsgefahr für Fahrzeuge angeht, für die Eisenbahn entwickelt) eingeführt worden, weil man gesehen hat, dass mit der Technisierung ein sehr hohes Gefahrenpotenzial verbunden war (und ist), und sicherstellen wollte, dass Menschen, wenn sie durch den Betrieb von damals der Eisenbahn und heute eben aller Kraftfahrzeuge zu Schaden kommen, einen Anspruch auf Schadensersatz haben sollten. Entsprechend haftet man eben auch heute grundsätzlich verschuldensunabhängig für Schäden, die vom Betrieb eines Kfz ausgehen. Auch für Kernkraft gibt es wegen des besonderen Gefahrenpotenzials eine Gefährdungshaftung. Außerdem für Tierhalter (was aber noch einmal ein ganz eigenes Thema wäre und hier vielleicht etwas zu weit führen würde ;)). Es gibt aber jedenfalls keine Gefährdungshaftung für Menschen (bzw. Schäden, die von Menschen ausgehen), auch nicht für Kinder oder geschäftsunfähige Erwachsene. Das ist letztlich eine Frage der Menschenwürde, die auch beinhaltet, dass wir nicht von einem Menschenbild ausgehen, das den "perfekten Menschen" fordert, definiert oder überhaupt in irgendeiner Weise für möglich hält.
 
@Ulrike: Sehr schön dargestellt!

@all: Es gibt keinen absoluten Schutz der Menschheit vor Bekloppten, ein gewisses Risiko bleibt einfach, egal wie hart wir bestrafen oder wie gut wir therapieren. Und es gibt viele Fälle, da bleibt man auf seinem Schaden einfach sitzen und die Gesundheit erhält man auch nicht zurück.
 
Ich bin kein Psychologe...
Aber wenn jemend einen Führerschein hat und in der Lage ist diese Anschläge so zu koordinieren, wie beschrieben dann schiebt sich mein Gerechtigkeitsempfinden deutlich vor meinen Glauben an die Unzurechnungsfähigkeit des Täters.

Leider ist es in Deutschland ein probates Mittel, sich im Falle eines Prozesses auf die eigene Vorgeschichte und (negativen) Lebensumstände zu berufen.

Wenn mir mal sowas passiert, werde ich anführen, daß mein Papa mir immer den Griespudding weggegessen hat.

Ich wurde im täglichen Leben immer unterdrückt und in dieser einen Situation habe ich die Kontrolle verloren, weil ich endlich mal der Stärkere war...

Da ich eine Arbeit habe und mich ja um mein Kaninchen kümmere habe ich die besten Chancen...

Grüße

Pummel
 
Da hast du Recht Stefan,

ich rede ja auch nicht von der absoluten und bedingungslosen Sicherheit vor solchen Chaoten,
aber so gut es geht sollte unsere Gesellschaft davor geschützt werden. Und, um beim Thema zu bleiben, wir reden nicht von Kleinkindern, sondern von kriminellen Ölspurlegern !!! Ansonsten beobachten wir unsere Strecke ja während der Touren ständig. Aber wieso sollen wir solchen kriminellen Subjekten eine Genralabsolution erteilen ?!?!?!?

Das, geht mir gehörig gegen den Strich !!!!

Ob geistig verwirrt oder bei vollem Bewußsein, es ist und bleibt ein Mordversuch !!!
 
(...) Und, um beim Thema zu bleiben, wir reden nicht von Kleinkindern, sondern von kriminellen Ölspurlegern !!! (...)

Ob geistig verwirrt oder bei vollem Bewußsein, es ist und bleibt ein Mordversuch !!!

Das ist eben der Punkt. Wenn jemand tatsächlich schuldunfähig ist, dann ist das im Prinzip durchaus vergleichbar mit dem kleinen Kind, von dem wir eben per se immer annehmen, dass es (noch) nicht schuldfähig ist.

Das Schwierige scheint mir hier aber zu sein, sich vorstellen zu können, dass ein erwachsener Mensch tatsächlich so neben der Spur sein kann, dass das der Fall ist, oder?
 
Das Schwierige scheint mir hier aber zu sein, sich vorstellen zu können, dass ein erwachsener Mensch tatsächlich so neben der Spur sein kann, dass das der Fall ist, oder?

Dann aber bedarf diese Person einer gründlichen und erfolgsgarantierten Behandlung. Wie gesagt, ich bin kein Verfechter der "Auge um Auge"-Bestrafung, aber es gibt doch Mittel und Behandlungsmethoden um fehlgeleitende Hirne wieder in die Spur zu bringen.

Das, und nicht mehr wünsche ich mir !!!
 
Das Schwierige scheint mir hier aber zu sein, sich vorstellen zu können, dass ein erwachsener Mensch tatsächlich so neben der Spur sein kann, dass das der Fall ist, oder?

Hallo Ulrike,
das wäre aber eine Entschuldigung für fast jede schwere Straftat. (und mit einer Entschuldigung nach meinem Post oben, kommen 9 Monate zur Bewährung raus...)

Aber einen Königsweg habe ich auch nicht parat

Grüße

Pummel
 
Hallo Ulrike,
das wäre aber eine Entschuldigung für fast jede schwere Straftat. (und mit einer Entschuldigung nach meinem Post oben, kommen 9 Monate zur Bewährung raus...)

Aber einen Königsweg habe ich auch nicht parat

Grüße

Pummel

Krankheiten/krankhafte Störungen können entschuldigen, ja. Und wenn jemand tatsächlich krank ist, dann scheint mir das auch sehr richtig zu sein. Ganz so einfach ist es übrigens auch nicht, derlei einfach vorzugaukeln.

Dann aber bedarf diese Person einer gründlichen und erfolgsgarantierten Behandlung. Wie gesagt, ich bin kein Verfechter der "Auge um Auge"-Bestrafung, aber es gibt doch Mittel und Behandlungsmethoden um fehlgeleitende Hirne wieder in die Spur zu bringen.

Das, und nicht mehr wünsche ich mir !!!

Womit wir wieder am Anfang wären, dass das eben nicht so einfach ist. Wäre es so einfach, alles Krankhafte zu heilen, dann müsste z.B. auch niemand mehr an Krebs sterben oder an einem Herzinfarkt oder ... (was immer). Und bei psychischen Störungen ist das halt auch nicht anders; die wischt man auch nicht einfach mal eben so weg.

Wir werden also wohl damit leben müssen.
 
sorry,
aber diese ganze Anteilnahme an den Täter (wenn er es überhaupt ist)
kotzt mich an.
die Aussage ist zwar politically incorrect aber ich lasse mich von den Gutmenschen nicht weichspülen
 
Also, so hart würde ich persönlich es nicht sagen (obwohl ich Dich da schon verstehen kann),
aber wenn jemand einen Führerschein hat, kann er mMn. nicht so sehr auffällig sein, das er nicht schuldfähig ist...

Aber ich klinke mich hier mal aus...

österliche grüße

Pummel
 
Aber ich klinke mich hier mal aus...

Ich glaube auch, diese Diskussion führt zu nix.

Ich weigere mich zu akzeptieren dass der Täterschutz (wenn man es so nennen kann ....) über den Opferschutz geht.
teufel.gif
 
Ich glaube auch, diese Diskussion führt zu nix.

Ich weigere mich zu akzeptieren dass der Täterschutz (wenn man es so nennen kann ....) über den Opferschutz geht.
teufel.gif

Da hast du recht, des Volkes Seele wird bei dieser Diskussion immer den Kürzeren ziehen.

Denkt aber bitte daran, dass es Menschen gibt, die so krank sind, dass sie subjektiv nicht Täter sein können.
 
Denkt aber bitte daran, dass es Menschen gibt, die so krank sind, dass sie subjektiv nicht Täter sein können.

Aber dann denke ich immer noch daran, dass die Allgemeinheit, die nicht an Hinterhalte oder sonstige Fallen denkt, davor geschützt wird.
Natürlich ist mir klar dass es keinen 100%igen Schutz gibt, aber dennoch darf nicht nachgelassen werden danach zu streben
 
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